Ein Edelbegräbnis für den Zigeunerboss

Das Erwachen der Valkyrjar

Eine schwarz-goldene Kutsche, sechs Rösser, ein Rolls Royce und Rosen aus dem Helikopter: Warum hat niemand die Beisetzung von Mafiaboss Vittorio Casamonica zu verhindern versucht?

ein-feiner-mann-trauerndeDie Traumbeerdigung für den „Zigeunerboss“ war kein Drehtermin für einen neuen Mafia-Film, auch wenn sich die Szenen unweit der Cinecittà-Studios an der Via Tuscolana im Südosten Roms ereigneten. Da zogen am Donnerstag sechs schwarze irische Rösser eine pompöse Kutsche von 1910 mit dem Sarg von Vittorio Casamonica zur Kirche San Giovanni Bosco. Dem Katafalk folgte ein Rolls Royce, und drei Pickups einer deutschen Edelmarke brachten hinterdrein die Kränze. Als Männer mit ihren Schnauzbärten und tätowierten Armen den Sarg vorbei an den schluchzenden Menschen in die Kirche trugen, stimmte eine Zigeunerkapelle mit kräftigen Posaunen das Titellied vom „Paten“ des Filmregisseurs Francis Ford Coppola von 1972 an. Drinnen meinte der Pastor „Jesus wird unseren Bruder mit offenen Armen empfangen“, und wieder draußen ließ ein Hubschrauber rote Rosen…

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